Verkaufspsychologische Website für Immobilienmakler
Eine Website kann jeden Tag hundert Besucher haben und trotzdem keine einzige Anfrage erzeugen. Das ist kein Zufall und kein Pech — es ist ein Aufbaufehler, und er ist reparierbar.
Dahinter steht ein Website-Konzept mit rotem Faden, das Besucher gezielt zur Anfrage führt — damit aus Sichtbarkeit auch echter Umsatz entsteht.
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Warum ein Eigentümer zögert
Wer über den Verkauf einer Immobilie nachdenkt, trifft eine Entscheidung über einen Betrag, den er sonst nie auf einmal bewegt — oft unter Umständen, die niemand sich ausgesucht hat: eine Erbschaft, eine Trennung, ein Umzug, den der Beruf erzwingt.
Diese Person sucht keinen Dienstleister. Sie sucht jemanden, dem sie das anvertrauen kann — und sie hat gleichzeitig Angst, an den Falschen zu geraten. Das ist die Ausgangslage jeder Maklerwebsite, und nicht jede ist so gebaut, als wüsste sie das.
Eigentümer informieren sich heute zuerst online, bevor sie einen Makler beauftragen. Das heißt: Das Misstrauen wird auf deiner Website ausgeräumt oder gar nicht.
Die zwei Sekunden am Anfang
Wer eine Seite öffnet, entscheidet sehr schnell, ob er bleibt. In dieser Zeitspanne muss der erste Bildausschnitt drei Fragen beantworten: Was wird hier gemacht? Wo? Und was kann ich als Nächstes tun?
Klingt selbstverständlich, ist es aber nicht. Ein typischer erster Bildausschnitt einer Maklerwebsite zeigt das Foto einer Immobilie, die dem Besucher nicht gehört, darüber einen Satz wie Ihr Partner rund um die Immobilie und darunter nichts, worauf man drücken könnte.
Der Besucher weiß danach nicht, ob dieser Betrieb in seiner Stadt arbeitet, ob er Verkauf oder Vermietung macht, und was passiert, wenn er anruft.
Wir prüfen jede Seite darauf, ob ein Eigentümer nach zwei Sekunden weiß, wo er ist. Es ist eine der billigsten Verbesserungen überhaupt, und sie wird trotzdem übersehen.
Der rote Faden
Eine Seite, die zur Anfrage führt, hat eine Reihenfolge, und die folgt nicht der Leistungsliste des Betriebs, sondern dem Kopf des Lesers.
Zuerst die Bestätigung, dass er richtig ist. Dann die Frage, die ihn hergebracht hat, wirklich beantwortet — nicht angerissen. Dann der Beweis, dass hier jemand weiß, wovon er redet. Dann die Sorge, die ihn zögern lässt, ausgesprochen und ausgeräumt. Und erst dann die Aufforderung.
Wir schreiben jede Seite von der Frage des Lesers her, nicht von der Leistungsliste des Betriebs. Der Unterschied klingt klein und entscheidet alles: Eine Leistungsliste beantwortet die Frage Was bieten wir an? Ein Eigentümer stellt eine andere: Was passiert mit meinem Haus?
Beweise statt Behauptungen
Jede Maklerwebsite behauptet Erfahrung, Marktkenntnis und persönliche Betreuung. Weil alle es behaupten, glaubt es niemand mehr — die Aussage ist wertlos geworden, nicht weil sie falsch ist, sondern weil sie nichts unterscheidet.
Was stattdessen wirkt, ist überprüfbar:
- eine Zahl, die man nachrechnen kann, statt eines Superlativs
- ein benannter Ortsteil mit dem, was dort tatsächlich anders ist, statt in der ganzen Region
- ein Ablauf mit Schritten und Fristen, statt individuell auf Sie zugeschnitten
- eine Bewertung mit Datum und Namen, statt eines Sternesymbols ohne Herkunft
Wir setzen keine Zahl auf eine Seite, die der Betrieb nicht belegen kann. Das ist keine Vorsicht, sondern die einzige Art, wie Vertrauen überhaupt entstehen kann: Wer eine überprüfbare Angabe macht, riskiert etwas — und genau das erkennt ein Leser.
Das Formular ist die Hürde
Am Ende jeder gut aufgebauten Seite steht eine Stelle, an der der Besucher etwas tun soll. Und dort verlieren viele Websites den Menschen, den sie mühsam bis dorthin gebracht haben.
Ein Formular mit zwölf Feldern, darunter Anrede, Geburtsdatum und Objekttyp, wirkt wie ein Antrag. Ein Eigentümer, der nur wissen will, was sein Haus wert ist, füllt das nicht aus — er wollte fragen, nicht sich bewerben.
Wir kürzen jedes Formular auf die Felder, die für den Rückruf wirklich gebraucht werden. Alles Weitere lässt sich im Gespräch klären, und im Gespräch ist die Beziehung schon da.
Dasselbe gilt für den Rufnummernblock: Er gehört sichtbar an eine Stelle, an der der Leser gerade bereit ist — nicht nur in die Fußzeile.
Warum gefunden werden der einzig saubere Weg ist
Es gibt eine rechtliche Seite dieser Sache, die selten jemand erwähnt, und sie erklärt, warum eine Website für einen Makler kein Schaufenster ist, sondern der Vertriebskanal.
Nach § 7 UWG ist Werbung mit einem Telefonanruf gegenüber einem Verbraucher ohne dessen vorherige ausdrückliche Einwilligung unzulässig. Du darfst einen Eigentümer, dessen Nummer du irgendwo gefunden hast, also nicht einfach anrufen und ihm deine Dienste anbieten.
Daraus folgt etwas Unbequemes und Klares: Der Eigentümer muss zu dir kommen. Kaltakquise am Telefon ist versperrt, Postwurfsendungen sind teuer und ungenau, Empfehlungen kommen unregelmäßig. Der eine Kanal, der planbar und rechtlich unproblematisch ist, ist der, bei dem der Interessent selbst sucht und selbst anfragt.
Wer das einmal so sieht, betrachtet die eigene Website anders. Sie ist nicht die digitale Visitenkarte, sondern die Tür, durch die die Aufträge hereinkommen dürfen.
Die drei Sorgen, die einen Eigentümer zurückhalten
Wer sich Anfragen wünscht, sollte wissen, was zwischen dem Leser und dem Anruf steht. Es sind fast immer dieselben drei Gedanken, und keiner davon wird ausgesprochen.
Erstens: Bin ich zu früh dran? Viele Eigentümer sind lange vor einer Entscheidung unterwegs und glauben, ein Anruf verpflichte sie zu etwas. Eine Seite, die klar sagt, was ein Erstgespräch ist und was es nicht ist, holt genau diese Leute ab — und es sind die besten, weil sie noch keinen anderen beauftragt haben.
Zweitens: Werde ich dann bedrängt? Die Erfahrung mit Vertrieb ist bei vielen Menschen nicht gut. Was hilft, ist Konkretheit über den Ablauf: wer anruft, wann, wie lange das dauert und was danach passiert. Wer den nächsten Schritt vorhersehen kann, fürchtet ihn weniger.
Drittens: Blamiere ich mich? Ein Eigentümer weiß oft nicht, was sein Haus wert ist, was ein Energieausweis kostet oder ob sein Grundriss ungewöhnlich ist. Die Sorge, eine dumme Frage zu stellen, ist real. Eine Seite, die die verbreiteten Fragen ausspricht und beantwortet, nimmt sie weg — und zeigt nebenbei, dass hier jemand zuhört.
Diese drei Sorgen sind der eigentliche Inhalt des Abschnitts, den viele Websites Über uns nennen und mit einer Firmengeschichte füllen. Die Firmengeschichte interessiert niemanden. Die Antwort auf diese drei Fragen entscheidet.
Was sich messbar ändert
Eine gute Umgestaltung erkennt man nicht daran, dass sie gefällt, sondern daran, dass sich zwei Verhältnisse verschieben.
Das erste ist der Anteil der Besucher, die überhaupt eine Anfrage auslösen. Das zweite ist die Güte dieser Anfragen: Wer nach einem klaren Ablauf und einer klaren Gebietsangabe anfragt, ist häufiger ein echter Verkäufer und seltener jemand, der sich verlaufen hat.
Wir sorgen dafür, dass du genau dort sichtbar wirst, Vertrauen aufbaust und mehr qualifizierte Anfragen erhältst. Der zweite Teil davon — das Vertrauen — entsteht nicht nur auf der Seite selbst, sondern auch außerhalb: durch Erwähnungen und Nachweise, die es woanders gibt.
Was das nicht ist
Es ist keine Sammlung von Tricks. Ein grüner Knopf statt eines blauen, ein Rückwärtszähler, ein Hinweis, dass gerade siebzehn andere dieselbe Seite ansehen — das sind Kunstgriffe, die kurzfristig eine Zahl bewegen und langfristig Misstrauen erzeugen.
Wir kennen die Agenturen, mit denen viele Makler schon schlechte Erfahrungen gemacht haben. Ein Teil dieser Erfahrungen stammt genau aus dieser Ecke: Websites, die auf den ersten Blick gut aussehen und beim zweiten wie ein Werbebrief wirken.
Verkaufspsychologie heißt hier das Gegenteil: den Leser ernst nehmen, seine Frage zuerst beantworten und ihm die Entscheidung leicht machen, statt sie ihm abzunehmen.
Welchen Aufwand du selbst hast
Der Aufbau einer Seite lässt sich abgeben. Zwei Dinge nicht.
Das erste ist deine Sprache. Wie du am Telefon erklärst, warum ein Preis zu hoch angesetzt ist, ist mehr wert als jede Formulierung von außen. Ein Gespräch darüber ist die Grundlage jedes Textes, der nach dir klingt statt nach einer Vorlage.
Das zweite ist die Freigabe der Zusagen. Jeder Satz, der eine Frist, einen Preis oder einen Ablauf nennt, bindet dich — nicht die Agentur. Deshalb wird jede solche Zusage vor der Veröffentlichung mit dir durchgegangen, und deshalb steht auf diesen Seiten keine Zahl, die du nicht bestätigt hast.
Häufige Fragen
Muss dafür die ganze Website neu gebaut werden? Nicht unbedingt. Oft trägt die vorhandene technische Grundlage, und es ändert sich der Aufbau der einzelnen Seiten.
Woher weiß ich, dass es gewirkt hat? An der Zahl der Anfragen im Verhältnis zu den Besuchern. Beides wird vorher und nachher erhoben, sonst gibt es nichts zu vergleichen. Wichtig ist dabei, dass der Vergleich über denselben Zeitraum läuft — ein Sommer gegen einen Herbst sagt über eine Umgestaltung wenig aus.
Muss ich meine Preise auf die Seite schreiben? Nein, und bei einer Maklerprovision wäre es auch irreführend, weil sie vom Objekt abhängt. Was aber dorthin gehört, ist der Ablauf und die Angabe, was ein Erstgespräch kostet. Die verbreitetste Sorge ist nicht die Höhe des Honorars, sondern die Ungewissheit, ob schon das Gespräch etwas kostet.
Was, wenn ich keine Bewertungen habe? Dann wird keine erfunden. Es gibt andere überprüfbare Belege: eine Qualifikation mit Namen der ausstellenden Stelle, die Zahl der Jahre am Ort, eine benannte Mitgliedschaft. Der Aufbau echter Bewertungen ist ein eigener Schritt und beginnt bei den Kunden, die du bereits hattest.
Passt das auch für Vermietung statt Verkauf? Ja, der Aufbau ist derselbe. Die Sorgen des Lesers sind andere, und danach richtet sich der Text.
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